Freitag, 11. Februar 2011

suppe und kuchen und so

gestern hab ich den unvorsichtigen move gebracht, mir um die ecke bei einem nudelstand eine lecker aussehende suppe zu kaufen. im prinzip dagegen ja nix einzuwenden, außer man spricht kein chinesisch und versteht daher den freundlichen verkäufer nicht, der mir (denk ich mal) erklärt hat, was in seiner kreation drin ist. während ich sie dann gegessen hab und mir der inhalt geschmacklich bereits leicht...absonderlich vorkam, sind zufällig raoul und chunyun, zwei meiner arbeitskollegen vorbeigekommen; auf meine frage hin, was denn in der suppe drin wäre, hat mich chunyun gefragt, ob ichs gleich wissen wolle oder erst nach dem essen. in meiner unendlichen tapferkeit wollte ichs natürlich gleich wissen und es war...das hier von diesem tier und dazu schwammen nochn paar von den kollegen drin. na, wer verspürt da kein leichtes hungergefühl??

das leitet mich auch gleich zu meinem nächsten kulinarischen erlebnis weiter. wie ja bereits letztes mal angekündigt, war ich von samstag bis montag mit emily und ihren freunden im süden der insel, bei dem ort sail rock und in der umgebung. sail rock liegt ca. 5km südlich von kenting, DEM touri-ort schlechthin in süd-taiwan. dort waren wir natürlich auch und sind brav die hauptstraße auf- und abgegangen, auf der man allerlei zeugs kaufen kann, von sonnenbrille (zwei erworben) über schicke ethno-weltweit gleichaussehende-batik schal/armbänder/mützen bis hin zu neuen leckeren taiwanischen spezialitäten wie dem guten alten schweineblut-pressreis-kuchen mit sesamkruste, Ti-Hoeh-Koe (ich weiß, ich weiß, das leichte hungergefühl hat sich in ein schweres magenknurren verwandelt). emily hat ihn für uns gekauft und uns vorher netterweise nicht gesagt, was es ist :) (ok, ich geb zu, dass ichs natürlich trotzdem probiert hätte). hat aber dann gar nicht so schlimm geschmeckt, eher bißchen langweilig- da bleib ich doch lieber bei der guten deutschen blutwurst. 

jedenfalls wars sehr cool, mal ein paar tage dort unten zu sein: wir hatten durchgehend super wetter, 25 bis 30° und warmes meer. gewohnt haben wir in einem sehr schönen hostel direkt am meer; ich hatte ein "zimmer" für mich allein, das zwar leider 3000 NT gekostet hat (ca. 75 €), aber dafür aus drei räumen mit doppelbett, (nicht wirklich notwendiger) zweier TV und (yeah!) badewanne bestand.


 hingefahren bin ich übrigens hiermit:

THSR (shinkansen) 

und dort sahs dann so aus: 
abendstimmung bei sail rock
meine nice reisegruppe

eine meiner neuen sonnenbrillen mit mir
emily am flanieren
der einsame strand an der ostküste

am sonntag kommt die denise an und dann fahren wir voraussichtlich ab dienstag mit dem auto die wilde ostküste runter, bevor wir übernächsten montag nach tokyo fliegen. der nächste eintrag kommt dann deswegen erst in zwei wochen, hoffentlich mit haufenweise crazy-japan fotos :)

zum abschied gibts noch einen einblick in unser großraumbüro bei vollbesetzung mit maren, sara, thomas, emily, owen, mir und malina, alle brav in arbeitsstellung:

Mittwoch, 2. Februar 2011

CNY

heute ist Chinese New Year: und weil da alle bei ihren familien abhängen, muß ich praktischerweise nicht arbeiten (bis inkl. nächsten montag). da dachte ich mir also: gleich mal an meinen tollen blog setzen :) das kommende jahr ist übrigens das jahr des goldenen hasen, in dem die chancen, geld zu verdienen, besonders hoch sind (wer hätte das gedacht, bei einem GOLDENEN hasen, hm?). für weitere fundierte prognosen: the year of the golden rabbit in summary.

jetzt aber auch direkt die breaking news: gestern hab ich mein erstes erdbeben ever erlebt! hatte aber nur den effekt, dass im büro die lampen an der decke gerade noch wahrnehmbar gewackelt haben. hier kann man mal sehen, wie oft hier die erde bebt, äußerst beruhigend.

am samstag fahr ich mit dem spektakulären taiwan highspeed rail in wärmere gefilde, nach kaohsiung (gesprochen: gau-dschong) und von dort mit meiner arbeitskollegin emily und ihrem 5-fachen österreichischen besuch in richtung kenting nationalpark, wo sich u.a. der nr.1 strand taiwans am einzigen tropischen küstenstreifen des landes befindet. wird sicherlich entsprechend voll sein, aber hauptsache mal sonne und warm. denn wie ich ja noch gar nicht erwähnt habe: seit ich hier angekommen bin, regnets entweder dauernd, oder es ist neblig-diesig-dunstig, wie man exemplarisch auf folgendem bild sieht:

blick auf taipei 101 um 7am

das bild hab ich zwar in der früh aufgenommen, aber letztlich ändert sich an dem wetter in der regel über den tag nichts.

noch besseres wetter hatten wir vor ca. ner woche- impressionen des ausflugs von marcin, claire und mir auf den cisingshan mountain im yangminshan nationalpark, der höchste berg in der umgebung taipei`s, von dem man angeblich normalerweise eine grandiose aussicht hat:

aufstieg
während es am anfang des trails sogar teilweise trocken war, war dann auf dem gipfel sturm und regenschauer angesagt.

peak


abstieg vom gipfel




interessanterweise haben hier, wie auf den bildern zu erkennen, viele routen auf berge oder durch den (mehr oder weniger) dschungel befestigte wege in form von steilen treppen.

aber jetzt mal abgesehen vom wetter wurde mir mittlerweile eine weitere taiwanische spezialität zuteil: stinky-tofu



bevor ich hierher gekommen bin, hatte ich davon noch nie was gehört; sobald man dann aber durch die straßen taipei`s geht, hört man den stinky tofu zwar immer noch nich, aber man riecht ihn und zwar sowas von penetrant, wie kein anderes "nahrungsmittel", das ich je gerochen hab. einzig vergleichbar ist vielleicht der vergammelte haifisch (s. mein facebook video), den die verena mal aus island mitgebracht hat (die dortige spezialität). glücklicherweise schmeckt der stinky tofu im vergleich zu dem hai ganz gut und keineswegs so, wie er riecht: nämlich wie so richtig üble kacke.


so, jetzt mal sehen, ob ich einem der drei 24/7 supermärkte im 200m umkreis um meine wohnung ein frühstück bekomme.
ciaoi, adrian

Dienstag, 25. Januar 2011

mein block

nachdem ich heut den ganzen abend auf der chinese new year feier vom büro war und auch schon entsprechend k.o. bin, heute nur ein paar bilder. zuerst mal hier die tunghua road, von der meine straße - lane 120 - abzweigt:




und hier dann lane 120 - am ende der straße is mein haus:





...welches dann dieses hier ist:


bei 1 is der hauseingang, bei 2 mein schönes fenster mit gitter davor :) der pfeil zeigt in die lane 120, bei T ist die tunghua road. und hier noch die position bei googlemaps: http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=25.029524,121.553004&daddr=&geocode=&hl=de&mra=mift&mrsp=0&sz=20&sll=25.029502,121.55317&sspn=0.000604,0.001206&dirflg=w&ie=UTF8&ll=25.029463,121.552982&spn=0.000609,0.001206&t=h&z=20

Montag, 24. Januar 2011

die ersten tage...

...nicht mehr ganz, nachdem ich jetzt schon zweieinhalb wochen in taipei bin - was mir übrigens wie zweieinhalb monate vorkommt, ein klassiker -, aber dafür hab ichs jetzt doch mal geschafft, mich an das BLOG zu machen. den BLOG? ein klasse wort jedenfalls, erinnert frappierend an aufstoß-geräusche. und die hört man hier gerne und oft, kürzlich hat erfrischenderweise die putzfrau im büro, als sie hinter mir den boden gewischt hat, ihrem magendruck mit nachdruck nachgegeben.

also: bin hier am 07.01. angekommen, nach entspannten 21 stunden flug über london und hongkong. dicke props gleich an dieser stelle an den marcin, der mich unerwarteterweise vom flughafen abgeholt hat! ist schon ganz gut, wenn man erstmal nach 10.000km flug in ein fremdes land nicht am abend allein rumgurken muss. hat dann auch gleich die fahrt mit dem bus in die stadt sehr erleichtert - busse sind nur in chinesisch beschriftet, busfahrer verstehen kein englisch.

taipei ist auf jeden fall ziemlich anders als alle anderen städte, die ich bislang gesehen hab. ist zwar nicht besonders groß (im vergleich zu münchen schon, 2,2 mio, aber für de asiaden net: maren, eine kollegin im büro hier, hat davor in china in einer kleinstadt mit 6mio einwohnern gelebt), aber dafür ist 24/7 was los: es gibt keine ruhetage, die meisten geschäfte haben bis 22:00 oder länger geöffnet, supermärkte sogar rund um die uhr. es sind immer leute unterwegs auf den straßen (außer vielleicht unter der woche so zwischen 01:00 und 04:00, was aber auch daran liegt, daß es zur zeit meistens regnet) und es herrscht krasser verkehr - wobei die verkehrsregeln von den mehrheitlich scootern nicht ganz so ernst genommen werden. außerdem gibt es an mehreren stellen in der stadt sogenannte nachtmärkte, auf denen man primär essen kann (sogar für mich relativ exotisches zeugs, dazu später), aber auch sonst so alles mögliche kaufen, zb massig klamotten oder die leckeren betelnüsse, eine taiwanische spezialität ;)

ich arbeite hier im deutschen wirtschaftsbüro, was letztlich nichts anderes als die deutsch-taiwanische handelskammer ist. leider ist der job mehr als vollzeit, bewege mich so zwischen 40 und 45 stunden die woche; daher ist dann mit stadt ankucken unter der woche erstmal nix mehr. dafür ist die arbeit aber auch relativ interessant, rechtliche sachen stellen im vergleich zum rest zum glück nur so 1/3 der inhalte, nach dem hardcore examen schon ganz gut so...außerdem kann ich mir praktischerweise im prinzip soviel urlaub nehmen wie ich will, bin ja als referendar beim oberlandesgericht münchen angestellt und muß mich daher nicht den schönen taiwanischen urlaubregeln unterwerfen (die ersten drei jahre gar kein urlaub, danach großzügige 7 tage im jahr).

aber bevor ich jetzt hier einen fließtext produziere, den dann aufgrund der länge eh keiner liest, geh ich lieber ins bett und erfreue euch dann nächstes mal mit tollen fotos und weiteren fernost-gschichtln!
hawedieehre, adrian