Montag, 24. Januar 2011

die ersten tage...

...nicht mehr ganz, nachdem ich jetzt schon zweieinhalb wochen in taipei bin - was mir übrigens wie zweieinhalb monate vorkommt, ein klassiker -, aber dafür hab ichs jetzt doch mal geschafft, mich an das BLOG zu machen. den BLOG? ein klasse wort jedenfalls, erinnert frappierend an aufstoß-geräusche. und die hört man hier gerne und oft, kürzlich hat erfrischenderweise die putzfrau im büro, als sie hinter mir den boden gewischt hat, ihrem magendruck mit nachdruck nachgegeben.

also: bin hier am 07.01. angekommen, nach entspannten 21 stunden flug über london und hongkong. dicke props gleich an dieser stelle an den marcin, der mich unerwarteterweise vom flughafen abgeholt hat! ist schon ganz gut, wenn man erstmal nach 10.000km flug in ein fremdes land nicht am abend allein rumgurken muss. hat dann auch gleich die fahrt mit dem bus in die stadt sehr erleichtert - busse sind nur in chinesisch beschriftet, busfahrer verstehen kein englisch.

taipei ist auf jeden fall ziemlich anders als alle anderen städte, die ich bislang gesehen hab. ist zwar nicht besonders groß (im vergleich zu münchen schon, 2,2 mio, aber für de asiaden net: maren, eine kollegin im büro hier, hat davor in china in einer kleinstadt mit 6mio einwohnern gelebt), aber dafür ist 24/7 was los: es gibt keine ruhetage, die meisten geschäfte haben bis 22:00 oder länger geöffnet, supermärkte sogar rund um die uhr. es sind immer leute unterwegs auf den straßen (außer vielleicht unter der woche so zwischen 01:00 und 04:00, was aber auch daran liegt, daß es zur zeit meistens regnet) und es herrscht krasser verkehr - wobei die verkehrsregeln von den mehrheitlich scootern nicht ganz so ernst genommen werden. außerdem gibt es an mehreren stellen in der stadt sogenannte nachtmärkte, auf denen man primär essen kann (sogar für mich relativ exotisches zeugs, dazu später), aber auch sonst so alles mögliche kaufen, zb massig klamotten oder die leckeren betelnüsse, eine taiwanische spezialität ;)

ich arbeite hier im deutschen wirtschaftsbüro, was letztlich nichts anderes als die deutsch-taiwanische handelskammer ist. leider ist der job mehr als vollzeit, bewege mich so zwischen 40 und 45 stunden die woche; daher ist dann mit stadt ankucken unter der woche erstmal nix mehr. dafür ist die arbeit aber auch relativ interessant, rechtliche sachen stellen im vergleich zum rest zum glück nur so 1/3 der inhalte, nach dem hardcore examen schon ganz gut so...außerdem kann ich mir praktischerweise im prinzip soviel urlaub nehmen wie ich will, bin ja als referendar beim oberlandesgericht münchen angestellt und muß mich daher nicht den schönen taiwanischen urlaubregeln unterwerfen (die ersten drei jahre gar kein urlaub, danach großzügige 7 tage im jahr).

aber bevor ich jetzt hier einen fließtext produziere, den dann aufgrund der länge eh keiner liest, geh ich lieber ins bett und erfreue euch dann nächstes mal mit tollen fotos und weiteren fernost-gschichtln!
hawedieehre, adrian

3 Kommentare:

  1. an das "magendruck mit nachdruck nachgeben" solltest du aber längst gewöhnt sein, mein schatz! :-D

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. will auch so schicke haarreifen wie die mädels auf dem bild! miau

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